Im Folgenden möchten wir zu jedem der vier Grundsätze exemplarisch einige Aspekte nennen, die für Sie bei der Erstellung von Inhalten relevant sein könnten.
Es sollte nicht ausschließlich die männliche Form eines Begriffs verwendet werden (z. B. „die Schüler“, „die Dozenten“), wenn eigentlich Männer und Frauen gemeint sind. Damit die Geschlechter gleichberechtigt repräsentiert werden, ist es besser, auf Paarformen (z. B. „die Schülerinnen und Schüler“, verkürzt: „die Schüler*innen“) oder geschlechtsneutrale Begriffe (z. B. „die Klasse“, „die Studierenden“, „die Lehrkräfte“) zurückzugreifen.
In Texten und Übungsaufgaben sollte nicht der Eindruck entstehen, alle Jungen interessierten sich ausschließlich für Technik/Naturwissenschaften/Fußball, während alle Mädchen sich ausschließlich für Sprachen/Soziales/Pferde etc. begeistern. Vielmehr sollten die dargestellten Jugendlichen unabhängig von ihrem Geschlecht ein möglichst breites Spektrum an Interessen repräsentieren.
Bei Darstellungen von Gewalt muss im Vorfeld geprüft werden, ob die Lernenden entsprechend ihren Kenntnissen sowie ihrem Reifegrad und ihrem Urteilsvermögen mit dem gewählten Material umgehen können.
Bei der Anrede gilt innerhalb unserer Produkte der Grundsatz, Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse zu siezen. Je nach Intention bei der Anrede oder den Gepflogenheiten an einer bestimmten Schulart kann auch das persönliche Du den Vorzug erhalten.
Texte und Abbildungen sollen so gewählt werden, dass sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sozialer Schicht sowie Menschen mit Behinderung darin wiederfinden.
Um verschiedene Formen des Zusammenlebens zu berücksichtigen, sollten neben der klassischen Kernfamilie auch andere Familienmodelle abgebildet werden (z. B. Alleinerziehende/Geschiedene, Patchwork-Familien, Regenbogenfamilien).
Internetforen, User-Kommentare o. Ä. sind als Quellen ungeeignet. Die zitierten Fakten sollten stattdessen von seriösen Nachrichtenagenturen/Verlagen/Medienanstalten stammen, die Informationen vor der Veröffentlichung auf Echtheit und Richtigkeit prüfen.
Es sollten (z. B. in Übungsaufgaben) keine realen Namen oder Fotos von Privatpersonen verwendet werden, wenn diese nicht ausdrücklich zugestimmt haben.
Unsere Produkte dürfen keine versteckte Werbung enthalten. Beispielsweise ist ein (einseitiges) Anpreisen von speziellen Getränkeherstellern, Freizeitunternehmen etc. unangemessen.
Zu vermeiden sind beispielsweise Darstellungen, die dem Gedanken des Tierschutzes widersprechen, sofern diese nicht problematisiert werden.
Eine unreflektierte Wiedergabe von moralisch fragwürdigen Verhaltensweisen bei Kindern und Erwachsenen, z. B. fehlende Rücksichtnahme gegenüber anderen, widerspricht unseren Grundsätzen.