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Mein Volontariat beim STARK Verlag

Von Annika G.

Rot-weiß ist nicht nur die Farbe der fränkischen Fahne, von Absperrbändern auf Baustellen, von Verkehrsschildern oder von Ketchup und Mayo, sondern die Farbkombination steht auch für die Lernhilfen des STARK-Verlags. Das ist jedoch bei weitem nicht die einzige und wichtigste Erkenntnis aus meinem Volontariat in der Deutsch- und Geschichtsredaktion dort.

Natürlich waren mir die roten Prüfungsvorbereitungsbände und die weißen Lernhilfen (die mittlerweile längst nicht mehr nur weiß sind) aus meiner eigenen Schulzeit bereits bekannt, als ich mich nach zwei Jahren Referendariat an bayerischen Gymnasien beim STARK Verlag für ein Volontariat beworben habe. Doch was wirklich dahintersteckt, bis so ein Buch im Laden im Regal steht und Tausenden von Schülern ihren Schulalltag erleichtert, habe ich erst während meiner anderthalbjährigen Ausbildung zur Redakteurin gelernt.

Von Beginn des Volontariats an war ich voll in die redaktionelle Arbeit mit eingebunden, habe Manuskripte gesichtet und redigiert, mit Autoren kommuniziert, eigene Texte geschrieben und Unterrichtsstunden entworfen. Am Anfang natürlich angeleitet durch meine beiden Betreuer, mit der Zeit aber immer selbstständiger. Durch die sehr abwechslungsreichen Tätigkeiten, die den Arbeitsalltag einer Volontärin (und Redakteurin) ausmachen, konnte gar keine Langeweile aufkommen. Schließlich ist jeder Autor eine Persönlichkeit für sich, auf die es sich einzustellen gilt, und jedes Manuskript hat seine eigenen Stärken und Schwächen, die in der Redaktion zu einem runden Endergebnis gebracht werden müssen. Außerdem sind die Themen, mit denen man sich beschäftigt, so vielfältig, dass man auch inhaltlich ständig gefordert wird und durch Recherchen oder den Austausch mit Kollegen (zum Beispiel beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine) und Autoren noch viel dazulernt. In der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen erfährt man außerdem viel darüber, was es alles zu berücksichtigen gilt, bis ein Buch wirklich gedruckt werden kann. Von der Auseinandersetzung mit Rechten und Lizenzen über die Erstellung des Layouts und der Grafiken bis zur letztendlichen Montage des Druckauftrags sind viele verschiedene Arbeitsschritte nötig, in die man während des Volontariats einen Einblick gewinnt.

Das Tollste an der Arbeit im Verlag (abgesehen von den netten und hilfsbereiten Kollegen) ist aber, dass man oft selbst kreativ sein und seine eigenen Ideen einbringen kann, um die Verlagsprodukte weiterzuentwickeln. So müssen passende Bilder zur Illustration eines Buchs gesucht, Schaubilder zur Veranschaulichung entworfen oder motivierende Einstiege für eine Unterrichtsstunde gefunden werden. Da ich sehr gerne auch selbst schreibe, war es für mich besonders schön, einzelne Musterlösungen zu Abituraufgaben (z.B. Gedichtinterpretationen, literarische Erörterungen, Kommentare o.ä.) oder zu kreativen Arbeitsaufträgen (z.B. Tagebucheintrag aus der Sicht einer literarischen Figur, fiktiven Dialog zwischen zwei Figuren o.ä.) ausformulieren oder gar eine Lernhilfe für Schüler selbst erstellen und gestalten zu dürfen.

Die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Interessen sinnvoll einbringen zu können, und das Vertrauen, das der eigenen Arbeit von Anfang an entgegengebracht wird, sorgen dafür, dass die Arbeit sich oft gar nicht wie Arbeit anfühlt, sondern einfach Spaß macht. Da sind Stressmomente wie das Einhalten von Druckterminen, schwierige Autorentelefonate oder die parallele Betreuung mehrerer Projekte gleichzeitig schnell vergessen. Und wie schön das Gefühl ist, wenn man dann das erste selbst erstellte Buch in den Händen hält, das im professionellen Layout und Umschlag so toll aussieht, kann man nur wissen, wenn man all die Herausforderungen kennt, die zuvor gemeistert werden mussten. Mittlerweile habe ich schon einige Bücher und Lehrermaterialien in Druck gegeben, aber jedes Mal, wenn ein Buch oder ein Beitrag fertig vor mir liegt, überkommt mich wieder das gleiche erhebende Gefühl von Stolz und Freude über das gelungene Ergebnis.

Ich habe während meines Volontariats also nicht nur gelernt, dass es neben der Schule auch noch andere Tätigkeitsfelder gibt, auf denen man zur Bildung von jungen Menschen beiträgt, sondern auch, dass eine Arbeit zugleich herausfordernd und erfüllend sein kann. Dieses Gefühl möchte ich nicht mehr missen und bin froh, Teil des STARK Verlags zu sein!