Bewerbung bei der Polizei: Der Polizei-Einstellungstest

Bewerbung bei der Polizei: Der Polizei-Einstellungstest

Bewerbung bei der Polizei: Vorbereitung auf den Polizei-Einstellungstest
Traumjob Polizist/in: Wer über eine Bewerbung bei der Polizei nachdenkt, sollte sich frühzeitig über den Polizei-Einstellungstest informieren.

Träumen Sie schon seit Ihrer Kindheit davon, Polizist/in zu werden? Aber Sie wissen nicht, ob Sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen und sich für eine Beamtenlaufbahn eignen? Oder wie Sie sich bei der Polizei bewerben können? Erfahren Sie mehr über die Einstellungsvoraussetzungen, die Polizei-Einstellungstests und wie Ihre Bewerbung bei der Polizei die bestmöglichen Chancen hat.

So können Sie Ihre Polizei-Eignung feststellen

Ein krisensicherer Job mit leistungsgerechtem Gehalt klingt erstmal toll. Gesundheits- und Altersvorsorge sind gesichert und die Entwicklungsmöglichkeiten bei der Polizei sind vielfältig. Doch Sie zweifeln, ob eine Karriere als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter für Sie infrage kommt? Ob Sie den Anforderungen gerecht werden, sich für einen Job bei der Polizei eignen? Und ob Sie die anspruchsvolle Polizei-Aufnahmeprüfung überhaupt bestehen können? Der folgende Test hilft Ihnen beim Einschätzen Ihrer Chancen.

Bewerbung bei der Polizei: Erhöhen Sie Ihre Chancen

Jedes Bundesland regelt die Zugangsvoraussetzungen für die Polizei-Ausbildung unterschiedlich. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Chancen für einen Ausbildungsplatz mal besser und mal schlechter stehen. Informieren Sie sich daher am besten auf den jeweiligen Webseiten der Behörden, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen. Eine Liste mit wichtigen Links finden Sie am Ende der Seite.

Körpergröße

Ein wichtiges Kriterium, das in fast allen Bundesländern berücksichtigt wird, ist die Körpergröße. Problematisch ist nur, wenn man die Mindestgröße nicht erfüllt. So gilt in Baden-Württemberg wie auch in Sachsen eine Mindestkörpergröße von 1,60 m.

Alter

In den meisten Ländern ist das Alter bei der Einstellung entscheidend. So liegt beispielsweise das Mindestalter in Hamburg bei 16 Jahren, das maximale Alter beträgt 34 Jahre. In Hessen werden Polizisten nur bis zu einem Alter von 32 Jahren eingestellt, im Saarland hat man auch noch mit 36 Chancen.

Tattoos

Kritisch betrachten die meisten Polizeibehörden Tattoos. Tätowierungen sind in der Regel aber nur dann hinderlich, wenn sie bei hochgekrempelten Ärmeln sichtbar oder inhaltlich unzulässig sind.

Schulabschluss

Der Schulabschluss bestimmt meistens, für welche Qualifizierungsebene eine Bewerbung bei der Polizei in Frage kommt. Ein qualifizierender Hauptschulabschluss ist in Bayern kein Hindernis, wenn eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt. Mit dem mittleren Schulabschluss oder dem Abitur hat man die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Sprachkenntnisse

Eine gute Abitnote allein reicht nicht, wenn die Bewerberinnen und Bewerber Probleme mit der deutschen Sprache haben. Die Deutschkenntnisse in Wort und Schrift werden beim Einstellungstest auf Herz und Nieren geprüft. In Rheinland-Pfalz nimmt die Einstellungskommission sogar die Schulnoten im Fach Deutsch genau unter die Lupe.

Weitere Einstellungsvoraussetzungen

Einige Bundesländer setzen die deutsche Staatsbürgerschaft voraus, um Polizist werden zu können. Dies gilt aber nicht für alle Bundesländer. In Bremen werden Bewerbungen von ausländischen EU-Bürgern aber auch aus Nicht-EU-Staaten ausdrücklich gewünscht.

Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, keine Vorstrafen, ein Schwimmfähigkeitsnachweis und die Fahrerlaubnis (Führerschein der Klasse B) sind in der Regel ebenfalls Pflicht. Über die genauen Voraussetzungen informieren die Polizeibehörden der Länder auf ihren Webseiten.

Der Polizei-Einstellungstest

Das Auswahlverfahren der Polizei hat es in sich. Wie bei den Voraussetzungen unterscheiden sich die Aufnahmeprüfungen der Bundesländer voneinander. Allerdings sind schriftliche Einstellungstests, ein Sporttest und Assessment-Center in unterschiedlichen Formen in allen Bundesländern zu bestehen. Zudem müssen sich alle Bewerberinnen und Bewerber einer ärtzlichen Untersuchung unterziehen. Ziel der Einstellungstests ist es, die Polizei-Eignung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu prüfen.

Schriftlicher Eignungstest

Im schriftlichen Eignungstest müssen die Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter zum Einschätzen ihrer Polizei-Eignung ihre mentalen Fähigkeiten zeigen. Häufig finden die Tests am Computer (computergestützer Einstellungstest) statt. Neben einer guten Allgemeinbildung werden Rechtschreibung und Mathematik-Kenntnisse geprüft. Eine Frage aus dem Bereich Mathematik könnte beispielsweise lauten:

Ein Drittel dieser Testaufgaben ist leicht, ein Sechstel schwer. Wie viel Prozent der Aufgaben waren weder schwer noch leicht?

Die Lösung lautet: 50 Prozent. Hätten Sie es gewusst?

Zusätzlich müssen die Bewerberinnen und Bewerber zeigen, wie sie in Kategorien wie Logik, Merkfähigkeit, Konzentration und Kreativität abschneiden. Das Niveau der Testaufgaben reicht von einfach bis anspruchsvoll. Auf den ersten Blick klingt das ziemlich abschreckend.

Doch die gute Nachricht ist: Auf die schriftlichen Einstellungstests kann man sich gut vorbereiten. Wer fleißig übt und sich rechtzeitig mit den Aufgabentypen vertraut macht, kann bei diesem Teil des Polizei-Auswahlverfahrens punkten.

Assessment Center

Das Assessment Center der Polizei dient dazu Persönlichkeit, Charakter und Sozialverhalten der Kandidatinnen und Kandidaten zu überprüfen. Ist der Bewerber oder die Bewerberin konfliktfähig? Wie geht er oder sie mit Stress um? Wie steht es um Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen?

Die genauen Aufgaben des Polizei Assessment Centers können je nach Bundesland voneinander abweichen. Manche Übungen werden in der Gruppe, manche zu zweit oder alleine gelöst. Die Umgangs- und Verhaltensweisen der Bewerberinnen und Bewerber stehen im Fokus. Folgende Tests werden häufig gestellt:

Gruppendiskussionen

Die Gruppendiskussion kann aus vier, sechs und mehr Teilnehmern bestehen. Diese Übung dient dazu, Ihre Kompromissbereitschaft und Ihre Durchsetzungsfähigkeit zu überprüfen. Ziel ist es, sich im Vergleich mit den anderen gut zu präsentieren. Es gibt Diskussionsrunden mit und ohne Rollenvorgabe.

Tipp: Wählen Sie den goldenen Mittelweg: Nicht in den Vordergrund drängen, aber sich auch nicht bevormunden lassen oder gar schweigen.

Rollenspiele

Das Rollenspiel ist eine Art Mini-Diskussionsgruppe mit vielfältigen Anforderungen an die Protagonisten. Es geht darum, Ihre Fähigkeit zur Diplomatie, Ihre Sprachgewandtheit, Ihre Entscheidungs- und Überzeugungskraft zu bewerten. Zugführer einer Einheit der Bereitschaftspolizei, Vorgesetzter, Teamleiter – das sind die typischen Rollen, in die Teilnehmer schlüpfen sollen. Im Rollenspiel werden Situationen simuliert, wie sie im Arbeitsalltag auftreten können.

Tipp: In der Regel haben die Konfliktparteien einen Kompromiss herauszuarbeiten. Probieren Sie vorher mit Freunden aus, wie Sie eine gelungene Argumentation aufbauen können.

Postkorbübungen

Postkorbübungen muss jeder Teilnehmer allein bearbeiten. Unter enormem Zeitdruck müssen Sie unterschiedliche Aufträge bearbeiten und dabei schnell wichtige Entscheidungen treffen. Im anschließenden Gespräch sollten Sie Ihre Entscheidungen plausibel begründen. Sich von kritischen Bemerkungen nicht aus der Fassung bringen lassen, ist bei diesem Teil besonders wichtig. Denn auch Ihre Kritikfähigkeit steht auf dem Prüfstand.

Tipp: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und setzen Sie dann Prioritäten. Damit beweisen Sie Organisationstalent, Entscheidungsfähigkeit und Weitblick.

Abschlussgespräch

Das Abschlussgespräch rundet das Polizei-Auswahlverfahren ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden darin nach ihrer eigenen Einschätzung gefragt. Wie haben Sie das Assessment-Center erlebt? Sind Sie zufrieden mit Ihrer Leistung? Wie beurteilen Sie Ihre Mitbewerber? Es folgt die Bewertung der Prüfungskommission und man erfährt, ob man das Assessment-Center bestanden hat.

Tipp: Sollten Sie das Assessment Center nicht bestehen, lassen Sie den Kopf nicht hängen. Die Erfahrung hilft Ihnen, das nächste Polizei Assessment Center entspannter anzugehen.

Sporttest

Beim Sporttest prüft die Polizei-Einstellungskommission die körperliche Fitness der Kandidatinnen und Kandidaten. Fast immer bekommen Sie bei Ihrer Bewerbung ein Merkblatt nach Hause geschickt, auf dem der Test beschrieben ist.

Beginnen Sie mit dem Training für den Sporttest möglichst gleich nach dem Abschicken Ihrer Bewerbung. So haben Sie genügend Zeit, um Kondition aufzubauen. Überprüfen Sie Ihre Fortschritte kontinuierlich und werden Sie idealerweise besser, als es gefordert wird. So fallen kleine Schwächen und Durchhänger am Prüfungstag weniger ins Gewicht, weil sie trotzdem die Mindestanforderungen erfüllen.

Tipps zur Vorbereitung auf den Polizei-Einstellungstest

Sie wollen die Herausforderung annehmen und sich dem Polizei-Auswahlverfahren stellen? Die Bewerbungsexperten Jürgen Hesse und Hans-Christian Schrader haben in Ihrem aktualisierten Bestseller „Testtraining Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr” wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Machen Sie sich rechtzeitig mit dem Polizei-Aufnahmetest vertraut

Um den Polizei-Einstellungstest gut zu meistern, sollten Sie mit den verschiedenen Aufgabentypen vertraut sein. Das „Testtraining Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr” bietet Ihnen eine große Auswahl an Übungsaufgaben. Folgende Themen und Aufgabenbereiche behandelt das Testtraining der Bewerbungsexperten Hesse/Schrader:

  • Allgemein- und Fachwissen
  • Deutsch
  • Mathematik
  • Bearbeitungsgeschwindigkeit und Konzentration
  • Einfallsgeschwindigkeit und Kreativität
  • Logik und Abstraktion
  • Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

Dazu erhalten Sie Hinweise zum Schwierigkeitsgrad und eine Beschreibung des Testverfahrens. Je häufiger Sie die verschiedenen Testtypen üben, desto vertrauter werden Sie mit den Lösungsstrategien.

2. Suchen Sie sich Hilfe bei der Vorbereitung auf den Polizei-Einstellungstest

Sie haben einen Freund, der ebenfalls Polizist werden will? Oder eine gute Freundin, die Ihnen immer ehrliches Feedback gibt? Ein zuverlässiger Trainingspartner ist eine wertvolle Unterstützung beim Vorbereiten auf den Polizei-Eignungstest. Ihr Trainingspartner sollte die Aufgabenbearbeitung überwachen, die Zeit messen und die Tests korrigieren. Schummeln wird so nahezu unmöglich. Außerdem fällt das Üben mit ein bisschen Lob und Aufmunterung von Ihrer Vertrauensperson gleich viel leichter.

3. Ruhe bewahren beim Polizei Test

Arbeiten Sie zügig, aber immer mit dem nötigen Maß an Sorgfalt. Die meisten Aufgaben sind so konzipiert, dass eine vollständige Bearbeitung in der vorgegeben Zeit kaum möglich ist. Wenn nicht anders beschrieben sind 50 Prozent richtige Lösungen aller Aufgaben eines Typs schon ein akzeptables Ergebnis. Bei manchen Aufgaben sollten mindestens 60 Prozent korrekt gelöst werden. Mit ein bisschen Übung können Sie die Lösungsstrategien auf Knopfdruck abrufen und sparen so wertvolle Zeit.

Mehr Informationen zum Polizei-Einstellungstest und wertvolle Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Polizei-Aufnahmeprüfung erhalten Sie im „Testtraining Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr”.

Nützliche Links für die Bewerbung bei der Polizei

Auf den jeweiligen Landesportalen der Polizeibehörden können Sie sich zum Polizeiberuf, den Karrieremöglichkeiten, Zugangsvoraussetzungen und der Polizei-Aufnahmeprüfung informieren.


Hesse/Schrader: Testtraining Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr

Optimal vorbereitet aufs Auswahlverfahren

Eine Karriere bei Schutz- und Kriminalpolizei, Bundespolizei, Bundeswehr, Verfassungsschutz oder bei der Feuerwehr ist der Traum vieler junger Menschen. Doch die Behörden wählen ihre Auszubildenden sorgfältig aus und stellen hohe Anforderungen.

Um an den anspruchsvollen Auswahlverfahren nicht zu scheitern, ist eine umfassende Vorbereitung notwendig. Testtraining Polizei und Feuerwehr zeigt, was Bewerberinnen und Bewerber erwartet, und bietet zahlreiche Übungen zum Trainieren und Vorbereiten.

  • Auswahlmodalitäten und Zugangsvoraussetzungen
  • Schriftliche Bewerbung
  • Schriftliche Auswahl- und Eignungstestverfahren
  • Assessment-Center und Vorstellungsgespräch
  • Sport, Gesundheit und körperliches Leistungsvermögen
  • Erfahrungsberichte
  • Besondere Auswahlverfahren

Mehr Testtraining von Hesse/Schrader

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Über die Autoren

Mit dem ersten Buch Testtraining für Ausbildungsplatzsuchende begann die Erfolgsgeschichte des Autorenduos Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader. Es wurde im Jahr 1985 auf Anhieb ein Bestseller.

Seit über fünfundzwanzig Jahren prägen Hesse/Schrader maßgeblich die Bewerbungskultur in Deutschland. Inzwischen haben sie mehr als 200 Ratgeber zu den wichtigsten Themen im Bereich Beruf, Bewerbung und Karriere veröffentlicht. Bisher wurden insgesamt über 6 Millionen Buchexemplare verkauft.

Für die FAZ sind sie "Deutschlands führende Bewerbungspäpste“ und auch Stiftung Warentest hat "Das große Hesse/Schrader Bewerbungshandbuch“ mehrfach als Testsieger prämiert.

www.hesseschrader.de
www.berufsstrategie.de

Hesse Schrader